Marina Barrage

Der Trinkwasserspeicher von Singapur nennt sich Marina Barrage

Trinkwasserspeicher Marina Barrage in Singapur

Der Stadtstaat Singapur, mit seinen mehreren Millionen Einwohnern, hat ein großes Problem. Zwar ist er von der Wasser umgeben, aber dabei handelt es sich im Salzwasser aus dem Meer, das als Trinkwasser nicht zu gebrauchen ist. Während der Monsunzeit prasselt zwar genügend Regenwasser auf die Stadt hernieder. Aber es fehlte immer einer Speichermöglichkeit. Deshalb wurde das Stauseeprojekt Marina Barrage in Angriff genommen. Dieses befindet sich mitten in der Stadt Singapur und soll die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen.

Wasserimporte aus Malaysia sollen vermieden werden

Vor der Fertigstellung des Marina Barrage Projektes flossen täglich mehrere Millionen Liter Wasser aus dem Nachbarland Malaysia über Pipelines in den Stadtstaat Singapur. Ziel war es deshalb, die Abhängigkeit von Malaysia zu verringern oder ganz zu vermeiden. Denn die Beziehung der beiden Staaten zueinander waren nicht die besten. Es war ein Megaprojekt aber wurde unter dem Namen Marina Barrage wurde es Wirklichkeit.

Bau

Zum Baubeginn im Jahre nach 2005 stand ein Budget von 200 Millionen Dollar zur Verfügung. Direkt an der Mündung des Singapore River riegelt eine Wand aus Stahl und Beton den Zufluss des Süßwassers ins Meer ab. Der Wasserstand wird über bewegliche Stahltore gesteuert. So entstand ein Süßwassersee gigantischen Ausmaßes, der nun die Bevölkerung von Singapur mit Trinkwasser versorgt. Nicht nur das Wasser des Flusses, sondern auch große Regenwassermengen können in dem diesen riesigen Bassin aufgenommen werden. In der Anfangszeit gab es noch Probleme und das Wasser war eine Mischung aus Salzwasser und Süßwasser, auch Brackwasser genannt. Doch auch dieses Problem bekam man in den Griff.

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Sicherheit wird groß geschrieben

Ein solcher gigantischer Stausee direkt vor den Toren der Stadt stellt natürlich auch eine große Gefahr für die Bevölkerung da. Flutwellen und Stürme sind in dieser Gegend nicht selten. Diese müssen natürlich einkalkuliert werden. Die Staumauern können kleine Flutwellen abhalten, aber größere Wellen könnten zur Überfüllung des Stausees führen. Aber auch daran wurde gedacht. Neun große Pumpen, die sich neben der Staumauer befinden, können in einer Minute ein olympisches Schwimmbecken leerpumpen. Das ist eine gewaltige Leistung und gibt den Einwohnern von Singapur eine gewisse Sicherheit. Wenn der See also aus irgendeinem Grund zu voll wird, wird sofort das überschüssige Wasser ins Meer gepumpt. Auf diese Weise ist die Bevölkerung vor einer Überflutung geschützt. Doch das Süßwasser kann durch eine Flutwelle verunreinigt werden. Das bedeutet dann, dass es abgepumpt werden muss und erst dann wieder mit neuem Süßwasser aus dem Fluss oder von Regenfällen gefüllt werden kann.

Meerwasserentsalzung als zusätzliche Süßwasserquelle

Singapur hat weitere große Pläne, denn das Marina Barrage kann nicht die komplette Trinkwasserunabhängigkeit von Malaysia gewährleisten. Deshalb ist die modernste und größte Entsalzungsanlage im ganzen asiatischen Raum geplant. Diese soll nach dem Umkehr-Osmose-Verfahren betrieben werden, was völlig neuartig ist und das Salzwasser fast komplett in Süßwasser, also Trinkwasser verwandelt.

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